Peter Schneider, Garbonc-Ungarn, im September 2002

Auch ich habe die Lust verspürt, Viktor Schaubergers Ausführungen in die Tat umzusetzen. Dazu habe ich einen 3-Schar –Pflug mit 0,8 mm starkem Kupferblech beschlagen. Mein Traktor ist ein 80-PS-Russlandprodukt und eigentlich bärenstark.

Das erste, was mir beim Pflügen auffiel war, daß die Pflugscharen sehr leicht durch den Boden gleiteten. Hatte ich es bei den Eisenscharen erlebt, daß ich durch den feuchten Boden kaum hindurchpflügen konnte, so rutschte der neue Pflug "wie durch Butter". Allerdings hatte ich keine Gelegenheit, mehrfach den Acker zu pflügen, weil das Feld als Wiesengrundstück benutzt werden sollte und die Zeit drängte.

Aber ich hatte eine andere Gelegenheit, die ich in meinem Garten wahrnahm. Hier hatte ich vorher mit einem Eisenspaten und sonstigem Eisenwerkzeug umgegraben, um dann nach spätestens ein oder zwei Tagen festzustellen, daß das Unkraut mit atemberaubendem Tempo erneut prächtig wuchs.

So kaufte ich in Bad Ischl einen Kupferspaten und auch gleich eine Feldhaue dazu. Mit diesen neuen Werkzeug machte ich mich frohgemut an die Gartenarbeiten. Das erste was mir auffiel war: der Spaten ließ sich so leicht in die Erde stoßen, daß ich zunächst verblüfft innehielt. Schließlich kam ein Nachbar, der mein seltsames Gartenwerkzeug erblickte und sofort danach fragte. Ohne lange Erklärung gab ich ihm den Spaten in die Hand. Dieser Mann hatte schon ellenlange Gärten umgegraben und stieß natürlich den Spaten mit Wucht ins Erdreich. Dabei wäre er fast umgefallen, denn der Spaten gab so gut wie keinen Widerstand. Mein Nachbar sah mich reichlich verwundert an, ich aber hieß ihn weiterzumachen. Das hätte ich lieber nicht tun sollen, denn mein Nachbar fing wie ein Berserker zu graben an und wollte gar nicht mehr aufhören. Die anschließende Diskussion können sie sich ja vorstellen.

Nun war auch meine Frau neugierig geworden und schnappte sich die kleine Feldhaue und begann zu hacken. Ich möchte es kurz machen, denn meine Frau legte die Hacke nicht eher aus der Hand, als bis sie einmal rundherum gehackt hatte.

Soweit zur psychologischen Seite der Kupferwerkzeuge, wobei noch anzumerken ist, daß alle "Hilfsarbeiter", die mir bei irgendwelche Erdarbeiten geholfen haben, quasi "automatisch" nach dem Kupferspaten griffen und später kein einziges Eisenwerkzeug mehr benutzen wollten.

Aber diese Erfahrungen waren mir noch nicht genug. Im Frühjahr und Herbst hatte ich immer meinen Kultivator (Hackmaschine) verwendet, um den Garten einmal umzugraben. Was lag also näher, als auch dieses Gerät mit neuen Messern zu versehen. Kupfer kam allerdings für diesen Zweck nicht in Frage, weil ich 1. an solche dickes Material nicht herankommen konnte und 2. ich davon ausging, daß es sich in der Härte auch nicht eignen würde. Ich besorgte mir aus einem Metallhandel eine 5 mm starke Messingplatte (Messing= Kupfer+ Zink)*, die ich mir gleich in Streifen von 50 mm zuschneiden ließ. Diese Streifen wickelte ich auf ca. 45 Grad an und montierte sie auf den Kultivator. Ich habe die Messer nicht angeschliffen, sondern ließ sie so kantig, wie sie waren.

Das erste, was mir bei der Arbeit mit meiner "neuen" Maschine auffiel war, daß es offensichtlich nicht von Bedeutung war, ob die Messer geschärft waren oder nicht. Weiterhin blieb nur noch halb so viel Unkraut und Wurzelwerk an den Messern hängen, als bei den eisernen Messern.

Wenige Tage nach dem Durcharbeiten erwartete ich die übliche Pracht an Unkraut. Aber denkste! Ich stand vor dem Garten und staunte, weil ich kein Unkraut finden konnte. Das blieb auch so für die nächsten drei bis vier Wochen. Erst dann machte sich der übliche Unkrautsegen bemerkbar. Nun, da ich der ganzen Sache noch nicht traute, arbeitete ich nunmehr erneut den ganzen Garten um – aber auch jetzt schien sich das Unkraut nicht mehr so richtig zu trauen.

Ich hatte erwartet, daß die Messingmesser sehr bald stumpf werden würden. Aber man staune: die vierkantigen vorderen Schneiden der Messer zeigten kaum Abnutzungserscheinungen. Dafür bekam ich eine neue Überraschung: die Messer hatten sich an der hinteren Kante abgenutzt, so daß die Messer hinten scharf wurden. Eine Erklärung dafür habe ich nicht!

Während des Sommers fiel mir auf, daß Zwiebeln, Mohrrüben und Kartoffeln prächtig gediehen. Auf vier Reihen Kartoffeln sammelte ich ganze zwei Kartoffelkäfer ab. Lediglich einmal mußte ich spritzen, ich wollte auf Nummer Sicher gehen, weil eben diese zwei Käfer ihre Eier abgelegt hatten und ich die junge Brut gleich vernichten wollte. Die Zwiebeln wurden trotz der Trockenheit sehr groß und haben einen ausgezeichneten Geschmack. Die größte Überraschung aber brachten die Mohrrüben. Ihr Wuchs war gewaltig. Interessant war auch, daß viele Rüben eine mehr gelbe Farbe zeigten als sonst. Das größte Erlebnis jedoch war, daß sie Wühlmäuse, die mir sonst 70 Prozent der Mohrrüben weggefressen hatten, diesmal keinerlei Schaden angerichtet hatten. Vereinzelt sah ich wenige Bißspuren, sonst nichts! Bei Verwendung von Eisenwerkzeugen hatte ich oft schon im Hochsommer die Mohrrüben ernten müssen, weil sonst nichts mehr für mich übrig geblieben wäre.

Leider kann ich dieses Jahr mit vergleichbaren Mengen noch nicht aufwarten. Was ich aber zu erkennen glaube ist folgendes: durch die Verwendung von Messing oder Kupfer wird der Boden in einen höherwertigen Zustand gebracht. Viktor Schauberger würde sagen: um eine Oktave erhöht. Ebenso wie Kartoffelkäfer sich nur auf krebsigen Pflanzen aufhalten, wächst Unkraut (minderwertiges Kraut) nur auf minderwertigem Boden. Nicht bei allen Nutzpflanzen ist ein Mehrertrag sofort sichtbar. Es wird wohl mehrere Jahre benötigen, um einen Boden wieder gesund zu machen. Das hatte auch Teruo Higa, der "Erfinder" der EM (effektiven Mikroorganismen), schon gesagt.

Als weitere Pflege für den Gartenboden benutze ich seit neuester Zeit Steinmehl als Dünger, das ich der besseren Einwirkung wegen gleich mit Wasser anmische und dann auf den Boden um die Pflanzen gieße. So zieht es sofort ein und ich muß nicht lange warten, bis der Regen (der hier ohnehin selten ist) das Mehl in den Boden spült.

Ich hoffe, daß einige Gartenfreunde sich selbst verwöhnen werden, indem sie auf Kupferwerkzeuge umsteigen – meiner Meinung nach gibt es nichts besseres.

Peter Schneider

* PKS-Gartengeräte werden aus einer Kupfer-Zinn (= Bronze) - Legierung gefertigt

PKS Bronze - Johannes Stadler / Engleitenstrasse 17, A 4821 BAD ISCHL / Telefon 0043 (0) 6132-28377