FAQs

Ist Kupfer nicht zu weich?

Johannes Stadler

Reines Kupfer ist zu weich.

Für unsere Gartengeräte wird eine Legierung verarbeitet.93% Kupferanteil + Zinn = BRONZE . Diese Legierung wird mit dem Schmiedehammer verdichtet (gedengelt).

Antwort von Johannes Stadler

Warum Kupfer statt Eisen?

Jakobus Langerhorst

Die Wirkung von Metallen im Boden

In der Natur befinden sich die Metalle zumeist in einer ausgewogenen Dosierung und in einer für den Boden neutralen chemischen Verbindung. Allerdings, nach Viktor Schauberger`s Beobachtungen sind jene Gebiete, wo es viel Eisenerz gibt, eher karge Gegenden. Dagegen zeichnen sich kupferreiche Landschaften durch üppiges Wachstum aus. Außerdem zeigt er auf, daß die auffallenden Ertragsrückgänge in der bulgarischen Landwirtschaft nach der „Modernisierung“ auf die nun überall eingesetzten Stahlpflüge zurückzuführen waren. In den dort verstreut liegenden türkischen Siedlungen, wo es immer noch die alten (üblichen) Holzpflüge gab, die zumeist von Menschen gezogen wurden, verzeichnete er keine Ertragsrückgänge. Die Stahlpflüge wurden zudem von Pferden und manchmal auch von Dampfkraft gezogen, sodaß durch höhere Widerstände mehr Abrieb und natürlich auch Wärme entstand. Zur Beweisführung seiner Feststellungen gab Viktor Schauberger Eisenfeinstteile in Wasser; es bildet sich sofort Rost und das Wasser verliert seine natürliche Spannung. Im Erdboden wird es, zumal dessen spezifisches Gewicht erhöht ist, eher absinken und für Pflanzenwurzeln fast unerreichbar sein!

Weitere negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Bodens durch schnellgehende Eisen und Stahlpflüge sind der Wärmeaufbau, der Wasser verdunsten läßt, und die elektrolytische Einwirkung, die das Wasser zersetzt in Wasserstoff und Sauerstoff, die beide verflüchtigen. Der Boden trocknet aus. All dies vermindert die geosphärische Spannung, das Wachstum wird gehemmt und die Erträge gehen zurück. Diese Erkenntnisse fanden bei der damaligen Regierung wenig Anklang, da Geschäftsinteressen im Vordergrund standen.

Es ist aber gerade das Eisen, das beim Durchgang und durch Abrieb eine negative Wirkung auf den Boden hat. Der Vorteil von Kupfer ist seine nichtmagnetische Eigenschaft, sodaß beim Durchgang im Boden keine elektrischen Ströme entstehen. Es unterbleibt also  die wasserzersetzende elektrolytische Wirkung.

Zu erwähnen ist die Feststellung von Praktikern die mit Kupfergeräten (Pflüge, Hauen) arbeiten, daß Kupfergeräte dem Boden viel weniger Widerstand entgegensetzen als Eisengeräte. Es ist ein leichteres Arbeiten! Kupfer rostet nicht, es findet also keine Oxidation mit Kupfer oder Edelmetallen statt. So bleibt das Wasser erhalten. Viktor Schauberger sieht im Eisen einen Wasserstoffräuber, im Kupfer einen Wasserstofferzeuger ! Wir können das selbst nachprüfen, wenn wir einen Eisengegenstand auf die Zunge legen; das ist nicht angenehm.

Beim Abrieb (Verschleiß) von Kupfer findet eine Feinstverteilung von Kupfer, auch Zinn und gegebenenfalls von anderen Edelmetallenspuren im Boden statt. Es ist also eine Spurenelementdüngung für den Boden. 

Antwort von Jakobus Langerhorst

Wie unterscheidet sich Grünspan von Patina?

Dipl.-Ing. Martin Werner

Zur Beantwortung ihrer Frage möchte ich etwas ausholen und eine weit verbreitete Begriffsverwechslung auflösen:

Die Patina wird in der Umgangssprache gelegentlich als "Grünspan" bezeichnet. Diese Bezeichnung ist falsch!

Grünspan ist ein wasserlösliches Salz der Essigsäure in Verbindung mit Kupfer und wird aufgrund seiner Farbe oft mit der Patina verwechselt. Es kann jedoch wegen seiner Wasserlöslichkeit niemals die schützende Funktion übernehmen. In Ermangelung der Essigsäure kommt es im Garten nicht vor.

Die natürliche braun, bzw. grün ausgebildete Deckschicht auf Kupferoberflächen besteht im Wesentlichen aus ungiftigem Cu(I) -oxid und darf mit Grünspan nicht verwechselt werden.

Kurz: Auf keiner der sichtbaren grünen Kupferoberflächen im Außenbereich ist wirklich Grünspan zu sehen, sondern Patina oder andere nicht giftige Kupferverbindungen..

Antwort von Dipl.-Ing. M. Werner - Deutsches Kupferinstitut e.V. www.kupferinstitut.de

Einen Kupfernagel in einen Baum schlagen damit er stirbt. Stimmt das?

Dipl.-Ing. M. Werner

Die Sage, dass das Einschlagen eines Kupfernagels in einen Baum diesen zum Absterben bringe, ist nach wie vor unwahr. Es gelingt nicht, auch nicht mit einem dutzend Nägeln. Kupfer ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, auch für Tiere und Pflanzen, und wird dementsprechend auch in Düngern und Futtermitteln verwendet. Selbstverständlich gibt es Pflanzenarten, die dem Spurenelement Kupfer gegenüber etwas sensibler sind, und bei derartigen "Nagelbehandlungen" eine gewisse Vernarbung zeigen würden. Ursachen für das Absterben eines Baumes sind jedoch immer an anderer Stelle zu suchen.

Antwort von Dipl.-Ing. M. Werner - Deutsches Kupferinstitut e.V. www.kupferinstitut.de

Als ich im Frühling meinen Rechen aktivierte, hatte er eine grüne Verfärbung?

Dipl.-Ing. Martin Werner

 

Der Rechen zeigt definitiv kein Grünspan, bei diesen Grünfärbungen handelt es sich Oxidationsprodukte, wie sie auf Kupferoberflächen in feuchter Umgebung entstehen. Diese Färbung ist in jeder Hinsicht unkritisch, also ohne Belang, wenn es den Eigentümer aus optischen Gründen nicht stört. Ansonsten könnten zur Reinigung sowohl Messingdrahtbürste, Kunstoffvliese oder auch Reinigungsflüssigkeiten (s.u.)herangezogen werden. 

Der Kessel enthielt eine Flüssigkeit, die mit Kupfer reagierte. Nur wenn es sich bei dieser Flüssigkeit um Essigsäure handelte, könnte sich Grünspan entwickelt haben. In diesem Falle wären die Färbeprodukte jedoch wasserlöslich, und somit auch mit dem Entleeren des Kessels entfernt worden. Ich vermute, dass der Kessel alkalische Stoffe enthielt, die über einen längeren Zeitraum wirkten und diese Blau-Grünen Färbungen hervorriefen: 

Diese Produkte bestehen vorwiegend aus Karbonaten des Kupfers, Kaliums und Natriums, mit unterschiedlichem Silikatgehalt. Sie sind ungiftig. Verursacher sind Ausschwemmungen aus frischem Mörtel, Putz und Betonplatten während des Abbindeprozesses, eventuell auch aus Kiesschüttungen (war also der Kessel auch in dem feuchten Raum, z.B. zum Auffangen der Leckage in der Betondecke?). Alkalische Reinigungsmittel können ebenso beteiligt sein. Mit dem Nachlassen alkalischer Ausschwemmungen entstehen auch keine neuen blau-grünen Oxidationsprodukte mehr auf der Kupferoberfläche. Da sie andererseits auch nicht von selbst verschwinden, wird das Abbürsten mit einer Edelstahl- oder Messingdrahtbürste  und das Nachspülen mit Wasser empfohlen. Feinere Verschmutzungen werden z.B. mit  Protall spezial entfernt. 

Die Verfärbungen treten aus den geschilderten Gründen danach nicht wieder auf. 

Nach einer Reinigung des Kessels wird man sehr gut erkennen, dass die Oberfläche des Materials durch diese Ausschwemmungsprodukte nicht angegriffen wurde: das blanke Kupfer kommt wieder zum Vorschein. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass diese Ausschwemmungen keine materialschädigende Wirkung haben, sondern das Kupfer lediglich in seinem dekorativen Erscheinungsbild beeinträchtigt wird.

Antwort von Dipl.-Ing. M. Werner - Deutsches Kupferinstitut e.V. www.kupferinstitut.de

Regenwasser aus Kupferdachrinnen ist das günstig als Gießwasser für den Garten?

Dipl.-Ing. M. Werner

Regenwasser, das über Kupferdachrinnen gelaufen ist, enthält aufgrund der kurzen Verweilzeit in der Rinne nur extrem wenig Kupferionen und kann daher wie Regenwasser aus anderen Rinnen gleichermaßen verwendet werden. Seinen Vorteil als essentielles Spurenelement kann das Kupfer hier kaum ausspielen.Selbstverständlich sollte sich der Verbraucher, unabhängig vom Material der Dachrinne, im Klaren darüber sein, dass in diesem gesammelten Regenwasser Verunreinigungen durch Ablagerungen auf der Dachfläche, Stäube, Vogelkot, etc. enthalten sind und diese Inhaltsstoffe Auswirkungen auf seine Pflanzen haben könnten.

Antwort von Dipl.-Ing. M. Werner - Deutsches Kupferinstitut e.V. www.kupferinstitut.de

Kann der Einsatz von EM (effektive Mikroorganismen) Grünspan in der Gartenerde erzeugen?

Dr. KLAUS OCKENFELD

Bei der Verwendung von Kupfergartengeräten findet ein Abrieb statt, dieser wirkt sich sehr positiv auf die Gartenerde und seine Pflanzen aus. In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob die Kupferfeinstteile zusammen mit einem EM-Dünger nicht Grünspan entwickeln könnten.

Kupfer geht im Lauf der Zeit mit diversen Stoffen Verbindungen ein, meist bilden sich dann basische Kupfercarbonate. Diese Verbindungen sind meist grün oder bläulich gefärbt und stellen eine wasserunlösliche Schutzschicht (Patina) dar. Bsp hierfür sind die zunächst braun, später dann grünen Kupfer-Dächer vieler Kirchen – fälschlicher Weise sprechen manche hier von Grünspan. Die natürliche braun, bzw. grün ausgebildete Deckschicht auf Kupferoberflächen besteht im Wesentlichen aus ungiftigem Cu(I) -oxid und darf mit Grünspan nicht verwechselt werden.

Grünspan ist hingegen ausschließlich das wasserlösliche Produkt von Kupfer mit Essigsäure.

Der Begriff Grünspan ist im genannten Zusammenhang also nicht richtig gewählt. Grünspan kann wegen seiner Wasserlöslichkeit niemals die schützende Funktion übernehmen, ist in Ermangelung von Essigsäure in Ihrem Falle aber auch irrelevant.

Dr. KLAUS OCKENFELD
Umwelt und Gesundheit
Environment & Health

Deutsches Kupferinstitut
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